Wilde Parties, prunkvolle Kleider und laute Rockmusik. So zeigt uns Sofia Coppola in ihrem Film “Marie Antoinette” das höfischen Leben im Versailles des 18. Jahrhunderts. Ein sorgloser Lebensstil, der abrupt vom wütenden Volk beendet wird. Heute sind die Prunkbauten Versailles immernoch beliebte Sehenswürdigkeiten, Marie Antoinette selbst ist als Fashion Queen des Rokoko in die Modegeschichte eingegangen. Doch gibt es abseits der großen Koketterie eine andere Seite dieser Epoche. Unter den aufwendig arrangierten gepuderten Perücken, wo Flöhe, Maden und Mäuse vor sich hinnagten, verbargt sich eine morbide Wahrheit. Anstatt sich zu baden wurde das Puder einfach immer wieder neu aufgetragen, sich vornehm gekratzt, Körpergerüche mit Parfum überdeckt. Die letzten Jahre von Versailles sind gezeichnet von einer Morbidität und einem Überdruss, dem sich der Adel bis zur Gilloutine hingegeben hat.
In den Lasercuts, basierend auf Vektorgrafiken in Form von Insekten, und in Siebdruckpatterns, wird das Thema vestimentär neu aufgegriffen.









