Wenn ich heute Musik höre, dann meistens mit meinem Mp3 Player.
Dabei lasse ich selten einfach nur eine Playlist durchlaufen, sondern skippe spontan zu einem anderen Song. Das liegt daran, dass es keinen Unterschied mehr zwischen Medium und Player gibt, ein großes Musikarchiv ist immer direkt vom Player aus abrufbar. Das Hörverhalten bei Mixtapes ist vollkommen anders. Sie werden einfach durchgehört. Medium und Player sind noch getrennt, was ihnen eine soziale Qualität verleiht. Tapes können noch in die Hand genommen, verschenkt oder verborgt werden. Die Musik befindet sich nicht alphabetisch geordnet in einer Ordnerstruktur, sondern in einer geschmacklich sinnvollen Reihenfolge. Es sind auch keinerlei Backups nötig, ein kaputtes Tape kann ganz einfach mit einem Stück Klebeband geflickt werden. Das macht dann jedes Mal an der gleichen Stelle kurz wiiooutsch.Verglichen mit dem Desaster einer defekten Festplatte ist das leicht zu verschmerzen.

